Das Anadigiding

 LASS DICH ELEKTRISIEREN!

»Das Anadigiding« ruft die Massen zum Elektrizitätstest

 

Kann man Elektrizität fühlen? Sicherlich! So sicher, dass Rainald Grebe die Hannoveraner aufruft,  bei einer analogen Energie-Messung mitzumachen. Mit fachgerechten Messgeräten ausgestattet werden die Massen die Energie des enercity-Heizkraftwerkes in Linden messen.Und damit zugleich Darsteller in einem Videoclip für Grebes Produktion »Das Anadigiding«!

 

Messwillige finden sich ein:

am 14.06. um 11 Uhr  auf dem Küchengartenplatz in Linden

Das Mitbringen eines Drahtkleiderbügels ist nicht notwendig, aber wünschenswert!

 

Also: Weitersagen, Mitmachen und elektrisieren lassen!!

 

 

Premiere von »Das AnadigidiNg« verschoben

Neuer Premierentermin ist der 28. Juni

 

Aufgrund eines langwierigen Krankheitsfalls muss Regisseur und Gaststar Rainald Grebe die für den 23. Mai geplante Premiere seiner Produktion Das Anadigiding verschieben. Neuer Premierentermin ist Samstag, der 28. Juni um 19:30 Uhr im Schauspielhaus. Betroffen von dieser Verlegung sind auch die geplanten Vorstellungstermine am 25. und 30. Mai, am 4., 15. und 18. Juni. Am 23. Mai spielen wir auf der großen Bühne Tschick als Ersatz für die verschobene Premiere, und am 25. Und 30. Mai steht nun Der Vorname auf dem Spielplan. Auch für alle weiteren Abende wird das Schauspiel Hannover andere Vorstellungen aus seinem Repertoire ansetzen.

 

Schon erworbene Karten können an den Kassen des Staatstheaters zurückgegeben oder umgetauscht werden. Weitere Vorstellungen für Das Anadigiding werden zeitnah bekanntgegeben.

 

DIE SUCHE GEHT WEITER...!

Schellackplatten und Heimorgel gesucht!

Die Jagd nach alten Schätzen aus der Welt des Analogen geht weiter: Für seine Bühnenshow »Das Anadigiding« sucht Rainald Grebe nun Schellackplatten und eine Heimorgel. Wenn Sie über genannte Schmuckstücke verfügen und bereit sind, diese in Künstlerhände zu übergeben, melden Sie sich bitte bei Johannes Kirsten, telefonisch unter (0511) 9999 2005 oder per E-Mail über johannes.kirsten@staatstheater-hannover.de.

 

neu!jetzt noch mehr sachspenden gesucht!

 

Schauspiel sucht alte laptops!

Im Rahmen der Inszenierung »Das Anadigiding« von und mit Rainald Grebe, die am 28. Juni 2014 im Schauspielhaus Premiere feiert, sucht das Schauspiel Hannover alte und ausgediente Laptops oder laptopähnliche Geräte. Die Funktionalität und der Zustand der Sachspenden sind dabei nebensächlich, solange die Geräte als Laptops erkennbar sind. Entsprechende Geräte können täglich zwischen 10 und 18 Uhr an der Pforte des Schauspielhauses, Prinzenstraße 9 abgegeben, werden.  

In seiner neuen Bühnenshow »Das Anadigiding« fasst das Multitalent Rainald Grebe als Liedermacher und Comedian seine Meinung zur zunehmenden Digitalisierung unseres Alltags in Wort und Ton. Dabei setzt er sich mithilfe des ihm eigenen verrückten Scharfsinns mit dem zunehmenden Einfluss der Technik auf unser Denken und Handeln auseinander. Im Rahmen seiner Show »verendet« pro Abend mindestens ein gespendeter Laptop. Das Theater bedankt sich daher schon im Vorfeld auf das Herzlichste für die hoffentlich vielen sachgerechten Beiträge für das »Anadigiding«!

 

 

aufruf an alle hannoveraner/innen!

Für seine neue Bühnenshow Das Anadigiding (Premiere: 23. Mai 2014) möchte Rainald Grebe eine Technikwunderkammer im Foyer des Schauspielhauses einrichten. Dafür sucht er Geräte, Maschinen und Objekte, über die die Zeit hinweggegangen ist. Wenn Sie Telefonzellen, Registrierkassen, Abakusse, Paternoster, Podoskope, C64, historische Handys, Anrufbeantworter, Tonbandgeräte, Schreibmaschinen, Sextanten, Sanduhren, mechanische Musikinstrumente, Schachtürken, alte Stadtpläne, Kursbücher, Universallexika, Bakelittelefone, Laternamagicas, Super 8 Filme, Telegramme, Waagen, Morsetasten, Fotoapparate und Dunkelkammerzubehör, Hörrohre, Hektographen, Grammophone oder Edisonwalzen besitzen und zeitweise entbehren können, dann melden Sie sich bitte! Wir haben dafür Verwendung. Ob als Geschenk oder Leihgabe - Ihr Schatz ist bei uns in guten Händen.

 

Nehmen Sie Kontakt auf:

Analog - Schauspiel Hannover, Johannes Kirsten, Prinzenstraße 9, 30159 Hannover

Digital - johannes.kirsten@staatstheater-hannover.de

oder einfach unter Tel. 0511 9999 2005

 

Das Anadigiding

Teil 1 von und mit Rainald Grebe

Premiere: Samstag, 28. Juni 2014 Schauspielhaus

 

Ich bin kein digital native. Ich muss es sagen. Ich habe 1990 meine Nikon-Spiegelreflexkamera getauscht gegen eine alte Schreibmaschine, mit der man DIN-A1-Seiten beschriften konnte. Ein Mordwerkszeug, das man nur zu zweit tragen konnte. Unbrauchbar. Ich wollte meist zurück in die Vergangenheit. Zu Super8-Filmen und Edisonwalzen. Ich war immer zu spät. Mein erstes Handy hatte ich 2001, da war ich zum ersten Mal im Internet. Und das ist die beste Voraussetzung für dieses Vorhaben: die große Zeitenwende, die meine Generation erlebt, den Übergang vom Analogen zum Digitalen Zeitalter zu beschreiben. Um es mal groß zu formulieren: Das bestimmende Lebensthema ist nicht die Wiedervereinigung, ist nicht der Krieg gegen den Terror, es ist das Anadigi Ding.

Das durchzieht alle Lebensbereiche. Mehr, als ich vielleicht jetzt vermute. Das bleibt. Und ich habe die Vermutung, dass der Computer, das Gerät, mein Denken und Handeln mehr verändert als sonst etwas. Das Betriebssystem 1-0 attackiert mehr, als uns lieb ist. Es verändert viel, alles. Wert und Wertigkeit von Menschen und Dingen, Beziehungen, Ideologien, Religionen. Das Denken. Das Handeln. Fuck. Das Leben. Das Sein. DIE MASCHINE DOMINIERT DAS LEBEN.

Die Alten sagen: Digitale Demenz. Bamm! Alles – äh – wird unübersichtlicher, ADHS, man wird abgelenkt, alles scheiße, Halma spielen. Die Jungen, die damit aufgewachsen sind, für die ist das alternativlos, die grenzen sich ab und sagen: Wer die Technik nicht beherrscht, ist raus.

Es ist der Auftrag an die Zwischengeneration, an die Künstler, die Fantasten, die Fantasiebegabten, diesen Übergang zu beschreiben. Mit Witz, mit Spucke, mit Theater. Das findet so selten statt. Da fehlt mir was. Darum will ich das machen. Die Lücke füllen, die ich immer spür. Mit dem größtmöglichen Spagat, den ich mir denken kann. Ein analoges Museum. Ohne Nostalgie.

Ich begebe mich auf eine Zeitreise. In die Schnittstellen der Geschichte, in den Transit. Die erste Schreibmaschine. Die mechanische Uhr. www.bronzezeit.de

Ich ana du digi. Ich anadigi. Digiana. Was der Sache fehlt: Spiel. Bilder. Locker bleiben. Können vor lachen. Ich will die Generationen zusammensehn. Auf einer Bühne. Denn das Theater hat gerade noch gefehlt.

Warum drei Jahre? Weil alles so schnelllebig ist. Und weil ich nicht nach sechs Wochen schon das nächste total relevante Thema touchieren will. Es ist der Versuch, länger zu bleiben. Mal sehen… einer Sache auf den Grund gehen, ein Anachronismus. Aber es ist ja auch Theater. Aber dafür ist Theater ja da.

Rainald Grebe

 

Rainald Grebe hat Das Anadigiding als eine drei Jahre laufende theatrale Langzeitstudie angelegt. Am Anfang stand Das Rainald Grebe Konzert im Schauspielhaus. Ein Archiv, analog und digital, soll entstehen und eine Vielzahl an Formaten für die drei Jahre entwickelt werden. Grebe will auf die Cebit. Grebe will Stadtspaziergänge machen oder in Wohnungen spielen. Wie ist das Thema zu greifen? Auch darum wird die Suche des Berliner Künstlers gehen. Am Ende der kommenden Spielzeit sollen die ersten Ergebnisse der Recherche aber erst einmal in der großen Bühnenshow Das Anadigiding präsentiert werden.