kommende Ausstellungen

Vom 01. März bis 13. Mai 2018 präsentieren wir Ihnen die neuen Ausstellungen:

 

 

Hauptausstellung

Heut'Abend: Joachim Fuchsberger

 

Das Theatermuseum Hannover widmet Joachim »Blacky« Fuchsberger erstmalig eine eigene Ausstellung.

Wie kaum ein zweiter prägte er die deutsche Film- und Fernsehgeschichte seit den 1950er Jahren. Es gibt eine spannende Vielseitigkeit an dem Schauspieler, Showmaster, Moderator, Filmproduzenten zu entdecken. Wussten Sie zum Beispiel, dass Joachim Fuchsberger auch zahlreiche Bücher und Liedtexte für Größen wie Udo Jürgens, Howard Carpendale und Gitta Lind schrieb?

Dem 2014, im Alter von 87 Jahren, verstorbenen Schauspieler war nicht nur eine außerordentliche Karriere vergönnt, er führte auch über das Berufliche hinaus ein facettenreiches und vielseitig engagiertes Leben. Dieses in einer Hommage zu würdigen und ihn insbesondere von seiner privaten Seite kennenzulernen, ist das Anliegen der eigens vom Theatermuseum zusammengetragenen Schau.

Es ist eine sehr persönliche Ausstellung– nicht zuletzt durch die Begegnungen mit der Witwe Gundula Fuchsberger, die die Initiative des Theatermuseums sofort großzügig unterstützte. Aus ihren Händen empfing das Museum exklusiv viele private Gegenstände und unveröffentlichte (Privat-) Fotos. Bei Besuchen im Hause Fuchsberger in München Grünwald entstand eine Auswahl aus dem Nachlass, die uns vieles, bisher unbekanntes erzählt über den bis ins hohe Alter präsenten Unterhaltungskünstlers. Erstmalig ausgestellt werden u.a. seine unverzichtbare Pfeifen, Tagebücher, Edgar-Wallace-Manuskripte, das legendäre Nachthemd, in dem Blacky 1983, nach einer verlorenen Wette bei »Wetten, dass…«, seine Show »Auf los geht’s los« moderierte...

Auch dem Berliner Sammler Werner Mohr verdankt die Ausstellung Exponate rund um das Fuchsbergers Filmschaffen. Ergänzt durch Filmdokumentationen und Tondokumente zeichnet das Theatermuseum ein umfangreiches, persönliches Portrait.

 

Kabinettausstellung

Jürgen Tarrach: Ein Portait

 

Das Theatermuseum portraitiert den über die Schauspielerei hinaus talentierten und experimentierfreudigen Jürgen Tarrach - und er sich selbst: in einem eigens für die Ausstellung entstandenen Gemälde. 

Der Grimme- und Fernseh-Preisträger Jürgen Tarrach (*1960), einer der bekanntesten Gesichter der gegenwärtigen deutschen Film- und Fernsehlandschaft, hat auch die bildende Kunst für sich entdeckt und malt in Aquarell und Acryl. Das Theatermuseum zeigt zum ersten Mal exklusiv seine Bilder und Studien.

Seit einigen Jahren trägt der umtriebige Schauspieler und Sprecher den Aquarellkasten stets bei sich. Entspannend sei es für ihn, sich ganz auf Farben und Linien zu konzentrieren und mit leichtem Strich Landschaften und Portrait zu Papier zu bringen. Spielerisch und humorvoll sind die knapp 20 Werke, die in Hannover erstmal öffentlich ausgestellt werden.

Überdies zeichnet die Ausstellung das Portrait eines wandlungsfähigen Darsteller und seines Werdegangs: Die Kabinettausstellung verleiht Einblicke in seine Zeit als Schauspielschüler am  Max-Reinhardt-Seminar in Wien und beleuchtet seine ersten Erfahrungen am Theater in Münster, Nürnberg und Karlsruhe. Gezeigt werden u. a. unveröffentlichte Fotos, Filmskripte, Theaterplakate aus seinem Privatbesitz. Die Ausstellung entstand im Kontakt mit dem Allroundkünstler Jürgen Tarrach, der auch selbst die Auswahl traf.

 

Kabinettausstellung

Dirk Meußling, Fotograf: Autorenportaits

 

Mario Adorf · Franz Josef Degenhardt · Thea Dorn · Günter Grass · Johannes Heesters · Stefan Heym  · Alexa Hennig von Lange · Dieter Hildebrandt · Felicitas Hoppe · Walter Kempowski · Reiner Kunze · Terézia Mora · Cees Nooteboom · Gerhard Polt und die Biermösl Blosn · Marcel Reich-Ranicki · Jan Philipp Reemtsma · Harry Rowohlt · Werner Schneyder · Carola Stern · Uwe Timm · Martin Walser

Die Autorinnen und Autoren sind namhafte. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Literaten, von denen man schon viel hören und lesen konnte, zu sehen aber waren sie so noch nie. Denn hinter den bekannten Namen verschwindet nicht selten das Gesicht. 

Und auf eben richtet der Fotograf Dirk Meußling sein ganzes Augenmerk. Die seit vielen Jahren entstandenen Portraitfotografien bannt er unverstellt den individuellen Ausdruck und den Blick seines Gegenübers. In seiner Arbeit mit den Portraitierten konzentriert sich Dirk Meußling ganz und gar auf sein Gegenüber. Hintergründe und Lichtsituationen nimmt er an, wie er sie vorfindet. Mit großer Klarheit und Offenheit tritt der Fotograf den Menschen gegenüber. Das sich gegenseitig auf die Begegnung einlassen, ist ihm das Wichtigste daran, sagt der Fotograf. Seine Lust am Portrait ist spürbar. Dass sich Gesichter wie Bücher offen können, darauf versteht sich Dirk Meußling. Manche Autorinnen und Autoren schauen uns unverwandt an, manche verweigern den direkten Blick, ohne an Präsenz zu verlieren. Dirk Meußlings ausdrucksstarke Portraits, die uns das Ansehen – und Andenken – großer Autorinnen und Autoren ermöglichen.

Dirk Meußling, 1967 in Kiel geboren, arbeitet seit 1994 als freier Fotograf in Hannover. Im Mittelpunkt seiner Fotografie steht der Mensch in den Bereichen Kultur, Theater, Mode und Wirtschaft. Außerdem ist er erfolgreich in der Foodfotografie tätig.