aktuelle Sonderausstellungen

 

Liebe Besucherinnen und Besucher!

Das Theatermuseum Hannover präsentiert derzeit bis zum 03. Dezember 2017 die drei Ausstellungen:

 



MÄCHTIG GEWALTIG! DIE OLSENBANDE IM MUSEUM

Der "große Coup" in Hannover - die Olsenbande im Theatermuseum! 

 

In einer umfangreichen Ausstellung wird die erfolgreiche dänische Kriminalkomödie mit ihren vierzehn Filmen von 1968 bis 1998 im Theatermuseum vorgestellt. In Dänemark gelten die Filmfiguren der Olsenbande als nationales Kulturgut. Auch in der ehemaligen DDR erfreute sich das dänische Gaunertrio sehr großer Beliebtheit. Als Exportschlager aus dem westlichen Ausland erfuhr die Bande um Egon Olsen, Benny und Kjeld einen nachhaltigen Eindruck in der ostdeutschen Medienlandschaft, der sich bis heute anhält.

Freuen Sie sich auf eine umfassende und spielerische Schau, welche die Welt der Olsenbande auferstehen und (wieder) entdecken lässt. Zu sehen gibt es etliche Fotos, Filmplakate, Filmausschnitte und -Dokumentationen zu den Kultfilmen; ausführliche Hintergrundinformationen vertiefen das Wissen um die drei Gauner und ihre 14 "Coups".

Basierend auf der gleichnamigen Ausstellung der Kunsthalle Rostock widmet sich das Theatermuseum Hannover als erste westdeutsche Station den Kultfiguren Egon, Benny und Kjeld und inszeniert ihre Welt mit Mitteln des Theaters neu.

 



THEATER, FILM UND KUNST IN KLEINEN FORMATEN. SAMMELBILDER VON 1875 BIS HEUTE

Wer sich am Ende des 19. Jahrhunderts 100 Gramm Liebigs Fleischextrakt leistete (für fast eine Goldmark), erhielt vom Kaufmann ein oder mehrere Sammelbilder. Als Mitbringsel für Kinder gedacht, waren auf ihnen zumeist auch kleine Kinder beim Spiel, bei Scherzen oder bei neckischen Vorführungen abgebildet. In den 1890er Jahren entdeckten die Erwachsenen den Reiz der Bildchen und begannen sie zu sammeln. Nun kamen kulturhistorisch bedeutende Themen und Sujets hinzu. Unter ihnen Darstellungen aus der Welt des Theaters, später auch des Films oder des Sports. Auffallend ist bei Liebigs Sammelbildern ihre technische und künstlerische Perfektion. Andere Firmen (Stollwerck!) boten ihrem Publikum mit den Bildern sogar ein künstlerisches oder nationales Erziehung- und Bildungsprogramm.

Theatrales findet sich nicht nur in entsprechenden Motiven: Szenen aus Opern, Revuen, Operetten und Schauspielen oder Porträts von Schauspielern und Theaterautoren. Die Art der Darstellung hat vielmehr auch bei Gegenständen aus Natur und Technik, Geschichte und Kulturgeschichte oftmals theatrale Momente.



KÜNSTLERKARIKATUREN VON CARL-HEINZ DÖMKEN (1929 - 2011)

Schon als Schüler zeichnet Carl-Heinz Dömken Karikaturen. Er schickt eine seiner Zeichnungen an Henri Nannen, der ihn nach dem Abitur zu seiner Zeitschrift STERN holt. Nach einer Tätigkeit als Journalist und Illustrator bei Nannens Zeitschrift studiert Dömken Germanistik an der Universität Hamburg. Gleichzeitig nimmt er Schauspielunterricht bei Willy Birgel. In der Folge absolviert er eine Ausbildung in Schauspiel und Regie an der Akademie für Musik und Theater in Hannover, der heutigen Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Anschließend ist Dömken in den 1960er Jahren als Regieassistent des Intendanten Franz Reichert am Staatstheater Hannover tätig, dem heutigen Niedersächsischen Staatstheater Hannover. Hier lernt er auch seine Frau kennen.

Lebenslang arbeitet Carl-Heinz Dömken als Karikaturist und Zeichner. Der erste Bundespräsident Theodor Heuss fühlt sich von Dömkens Karikatur richtig herausgearbeitet. Auch die Bundeskanzler Konrad Adenauer und Helmut Schmidt lassen sich von ihm porträtieren. 

Seit 1995 entwirft Carl-Heinz Dömken die Cover-Illustrationen für die weit verbreiteten Romanbände Karl Mays im Bamberger Karl-May-Verlag.

Seit seiner Grundschulzeit begeistert er sich für den Schriftsteller Karl May, dessen Werk sein Leben maßgeblich beeinflusst. Früh unterhält er Kontakte zu Persönlichkeiten der Karl-May-Szene wie Klara May, der Witwe des Schriftstellers, Patty Frank und zu Euchar Albrecht Schmid, dem Geschäftsführer des Karl-May-Verlags. Carl-Heinz Dömken befasst sich auch als Autor mit Karl May. So fasst er sämtliche Stellen in dessen Werk über Kara Ben Nemsislegendären Hengst Rih in einem Buch zu einer eigenen Biografie des Pferdes zusammen. Darüber hinaus veröffentlicht Dömken zahlreiche Arbeiten über Pferde.

Carl-Heinz Dömken gründet und leitet bis zu seinem Tod ein Gestüt in der Lüneburger Heide, wo er Araber-Pferde und Hunde züchtet.

Zu seinen Freunden und Bekannten gehören Marika Rökk, Hans Albers, Heinz Rühmann und Heinz Erhardt.

Bereits in den 1950er Jahren hat Carl-Heinz Dömken Kontakt zum Landestheater Hannover und zum Intendanten Kurt Ehrhardt. Im Programmheft vom 23. Juni 1951 finden sich 28 Zeichnungen von ihm. Es sind Karikaturen der berühmten »Brigade Ballhof«. U. A. von Kurt Erhardt, Rudolf Schulz, Hermann Stelter, Fridel Mumme, Peter Beauvais, Guenther Neutze und Hanns Lothar.